Frauen leicht verstehen

Das weibliche Geschlecht soll immer ein Buch mit sieben Siegeln für uns Männer sein. Scheinbar können wir das schöne Geschlecht einfach nicht verstehen. Dem ist aber nicht so! Frauen lassen sich ebenso leicht verstehen, wie Männer und zwar wenn wir eine Triebfeder zu Grunde legen, die dem starken Geschlecht ständig unterstellt wird: Sex!

Da Männer dem gleichen Vorurteil unterliegen darf hier auch identisch schubladisiert werden. Nur ein Abstrich muss in dieser Hinsicht gemacht werden, der ebenfalls für die Männerwelt gilt. Nicht immer handeln Frauen bewusst entsprechend dem dargelegten Prinzip.

Bezüglich Sex geht es aber nur darum den Gaul wortwörtlich von einer anderen Seite her aufzuzäumen. Trotz all der Klagen der Frauen in unserer Gesellschaft benachteiligt zu sein, besitzt das scheinbar schwache Geschlecht eine wesentliche Waffe, die gerade in unserer heutigen Zeit eine besondere Stärke besitzt: Sexualität. Männer denken ständig an Sex und genau damit können Frauen spielen. Frauen brauchen weniger Sex als Männer und darin besteht ihre Waffe. Und das schwache Geschlecht kämpft genau um diese Waffe mit aller möglichen Verbitterung. Das klingt jetzt im ersten Moment vielleicht etwas weit hergeholt, aber bei näherer Betrachtung erklärt es eigentlich jede typische, weibliche Verhaltensweise.

Verschiedene Auswirkungen des Kampfes um die Waffe Sexualität!

Fangen wir mit einem sehr einleuchtenden Beispiel an, das noch auf relativ harmlose Weise zeigt, welche Bedeutung die Waffe Sexualität einnehmen kann. In jeder Beziehung kann es einmal vorkommen, dass die Frau dem Mann den Sex verweigert, weil sie sich gekränkt fühlt oder ihren Willen durchsetzen will. Das zeigt wohl sehr klar das weibliche Bewusstsein bezüglich der Macht über die Sexualität. Im umgekehrten Fall, wenn nämlich der Mann den Sex verweigert, dann sieht das die Frau eher als Herausforderung die eigene Sexualität noch aggressiver in Szene zu setzen und sich so der eigenen Waffe gewiss zu sein. Sobald dies nicht mehr funktioniert, steht sofort die Vermutung im Raum, dass nun eine andere Frau die Macht der Sexualität über den Mann besitzt – ergo er geht fremd!

Denn zumindest unterbewusst sind sich alle Frauen klar, dass jedes andere Mitglied ihres Geschlechts potentiell die gleiche Waffe bzw. Macht besitzt. Dieses Wissen erklärt sehr viele typische Verhaltensweisen.

Frauen und Mädchen wollen von ihrem Partner als einzigartig angesehen werden. Damit erhalten sie nämlich die Gewissheit, dass nur mehr sie über ihren Prinzen die Waffe, in diesem Fall vielleicht besser als Gunst bezeichnet, der Sexualität besitzen. Alle anderen Girls mit der selben Supermacht werden damit hinten angestellt. Das bedeutet für die Frau sie hat den Mann erobert.

Frauen legen aufgrund dieser sexuellen Konkurrenz auch einige ambivalente (widersprüchliche) Verhaltensweisen an den Tag, welche im Einzelnen betrachtet doch wieder schön auf diese eine Triebfeder zurückzuführen sind. Frauen unterhalten sich gerne über Sex. Damit wird nämlich diese Waffe über die rein äußerliche Attraktivität hinaus erforscht. Schließlich möchte jede Dame dem Schein auch Sein folgen lassen. Weiters mustern Frauen die anderen Angehörigen ihres Geschlechts immer sehr aufmerksam und es wird auch sehr gerne innerhalb der Weiblichkeit gelästert. Das dient der Einschätzung der Macht der eigenen Sexualität. Zusätzlich werden Frauen, welche die Waffe der Sexualität zu offen oder zu unkalkuliert einsetzen, schnell mit einem Titel besetzt: Schlampe! Diese freie Ausübung mindert nämlich die Macht der eigenen Waffe und muss deshalb eine Herabwürdigung nach sich ziehen, damit die Kräfteverhältnisse wieder ausgeglichen werden.

Jetzt gibt es zwei sehr unterschiedliche Antworten auf diese dargelegte Einschätzung. Manche werden sagen, dies sei keine große Einsicht, da es ohnehin offensichtlich ist, wie Frauen ihre Sexualität als Waffe einsetzen (Schminke, Outfit, dem Mann im Bett gefallen etc.). Trotz dieser scheinbaren Offensichtlichkeit kann die Erinnerung an dieses Prinzip so manches verwirrendes Verhalten von Mädchen und Frauen sehr gut erklären. Die instinktiv erste Antwort lautet jedoch: Blödsinn! Dazu können wir aber ein weiteres Beispiel anführen, welches diesem „Blödsinn“ sehr wirkungsvoll widerspricht.

Frauen streben offensichtlich und zugegebenermaßen nach Monogamie, danach die einzige Frau für ihren Mann zu sein. Denn sobald ein Mann fremd geht, fühlen sie sich sofort bewusst oder unbewusst absolut entwaffnet und entmachtet. Ein Gefühl, welches Männer aus anderen Umständen sehr gut kennen, aber in der Fremdgeh-Situation selten bei der Frau nachvollziehen kann. Die Partnerin kann dies oft auch nicht so klar erklären, ohne empfundene Selbstverständlichkeit absolut offen zu legen. Sie möchte vielleicht nicht zugeben, dass begehrt zu werden, ihre stärkste Waffe ist.

Dieses Verstehen der Frauen dient also nicht unedingt dazu das schöne Geschlecht irgendwie bloßzustellen und zu zeigen, dass es ebenso stark und nur leicht anders von Sex motiviert wird. Dieses Verstehen dient vielleicht mehr dazu eine Brücke zu bauen, denn genau dafür ist Verständnis schließlich dar. Verständnis ergibt sich aber nur über Empathie, über das Einfühlen in das Gegenüber. Männer sollten sich diese Perspektive „Sexualität als Waffe“ einmal vor Augen führen und Frauen sollte sich dessen bewusst werden oder ihr Machtinstrument nicht wie eine Geheimakte behandeln.

 

Hinweis: Natürlich wird nicht jeder Lebensaspekt von Frauen durch Sexualität motiviert. Das trifft auch nicht auf Männer zu. Wenn es jedoch Männern unterstellt wird, dann darf dieses Vorurteil auch zurück geschenkt werden.

Hinweis: Homosexuelle Beziehungen sind nicht zwangsläufig in dieser Betrachtung inkludiert.